"Kein Grund zu tanzen"

PERFORMANCE Beim Festival "Pandora 2000" im dietheater Konzerthaus treffen sich Künstlerinnen aus Osteuropa und Österreich.

Kultur | HELMUT PLOEBST | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Wenn Ursula Cetinski zur "Lage der Künstlerinnen in Osteuropa" diskutieren soll, regen sich bei ihr recht grundsätzliche Zweifel: "Ich sehe keine wesentlichen Unterschiede zu Westeuropa", sagt die Chefdramaturgin für Tanz und Theater am Kulturzentrum Cankarjev Dom in Ljubljana. Seit dem Ende des Sozialismus habe sich die Position der Frauen in Slowenien verschlechtert, also dem westlichen Standard angepasst. Dieser besagt: "Wichtig ist, wer Kapital hat." Und das befindet sich vorwiegend in Händen von Männern.

Diskutiert wurde anlässlich des 5. Frauenperformance-Festivals "Pandora" im dietheater Konzerthaus. Kuratorin Anna Thier zeigt dieses Jahr in Zusammenarbeit mit KulturKontakt Austria einige Positionen weiblichen Kunstschaffens aus postsozialistischen Ländern und stellt sie österreichischen Arbeiten gegenüber. Aus dem Cankarjev Dom kam das Stück "Kaspar - speechtorture" nach Peter Handke, inszeniert von der Londoner Regisseurin Anna Furse. Kaspar wird hier von einer Frau dargestellt

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