Forever Jung?

VERLAGSWESEN Jochen Jung, Leiter des Salzburger Residenz Verlages, wurde letzte Woche gekündigt.

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Dass es beim Salzburger Residenz Verlag nicht so läuft, wie es bei einem so traditionsreichen Literaturverlag laufen sollte, war nicht nur unter Branchenkennern kein Geheimnis und wohl auch Verlagschef Jochen Jung klar. Nachdem schon auf der letzten Frankfurter Buchmesse kursierende Gerüchte um seine Absetzung seitens des Österreichischen Bundesverlages, dem neben Residenz auch noch die Verlage Brandstätter und Deuticke gehören, dementiert worden waren, empfand Jung seine Kündigung durch die nach Salzburg gereisten ÖBV-Geschäftsführer Robert Sedlaczek und Walter Amon aber eher wie den Besuch eines Überfallskommandos.

Dienstag vergangener Woche wurde dann alles sehr schnell geregelt: Die Geschäfte übernimmt interimistisch Deuticke-Geschäftsführerin Martina Schmidt; Jungs immerhin ein Vierteljahrhundert währende Tätigkeit für den Residenz Verlag ist damit zu einem jähen Ende gekommen. Der 1942 in Frankfurt am Main geborene Jung hatte bei dem 1956 von Wolfgang Schaffler gegründeten


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