Dollfuß. Schuschnigg. Schüssel. Gott

POLEMIK Österreichische Dramen des Spätwinters, Folge drei.

Vorwort | Angelo Peer | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Um eines gleich klarzustellen: Sie stehen mir bis sonstwohin, die "moralischen Rezitative unserer Künstler und Intellektuellen" (Peter Sloterdijk im profil-Interview), und ich hätte nach Jahrzehnten linker, durch eine geballte Medienmacht verabreichter Hirnwäsche nichts lieber als eine konservative Regierung. Aber nicht um jeden Preis. Insbesondere nicht um diesen, den jetzt der Herr Schüssel zahlt. Und damit mein und unser aller Konten tief ins Minus bringt. Wenn sie nicht gar gesperrt werden.

Ich habe einen französischen Kunden; was soll ich tun, wenn ich ihm das nächste Mal in Paris gegenübersitze? Wird mir die charmante Benita das Händchen halten und für mich argumentieren? Wird sie mir beistehen, wenn ich im Restaurant meine österreichische Kreditkarte zücke? Zeit genug dazu hätte sie ja, denn unsere Außenministerin wird trotz ihrer ausnehmend aparten Erscheinung von niemandem mehr empfangen werden. Und den Avancen der paar neuen Freunde vom Typ Milosevic' wird sie ja

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