Faust, Ei oder Blume?

DEBATTE Können die täglichen Demokratiespaziergänge die schwarz-blaue Regierung wirklich ärgern? Wird 2000 das eigentliche 1968 in Österreich? Und: Wie lange sollen die Demonstranten noch durchhalten? - Die Demo-Veteranen Georg Hoffmann-Ostenhof ("profil") und Peter Pilz (Grüne) diskutierten mit drei Jungdemonstrantinnen

Politik | EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Gemeinsam kamen sie in den vergangenen zwei Wochen auf geschätzte 260 Demokilometer: Georg Hoffmann-Ostenhof, Außenpolitik-Chef des Profil, brachte zum Falter-Gespräch über 30 Jahre Demonstrationserfahrung mit. In den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren prügelte sich der damalige Trotzkist auch schon einmal mit Neonazis. In den Achtzigerjahren demonstrierte er für die polnische Solidarnosc und gegen Kurt Waldheim. Die Friedensbewegung hat er ausgelassen, "weil ich so friedlich nicht bin". Auch Peter Pilz begann seine Demo-Karriere als Trotzkist, um dann über Zwentendorf und Hainburg zum Grünen zu mutieren. Sonja Grusch (29) führt seit zwei Wochen täglich die Demokratiespaziergänge der Plattform "Gegen Schwarz-Blau" an, in der Hand hält sie dabei stets die rote Fahne der Sozialistischen Linkspartei. Tanya Bednar (24) wiederum war bis zur Regierungsbeteiligung der FPÖ politisch nicht engagiert. Nun bringt die Kunststudentin sogar täglich ein Flugbatt mit den neuesten


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