DEESKALATIONSSTRATEGIEN "Provokateur!"

Politik | SIGRID NEUDECKER | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Die entscheidende Phase ist eigentlich jene nach Beendigung der Demonstration", sagt Alexander Egit, Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace Österreich, die in den vergangenen Tagen ihre Erfahrungen im Umgang mit Demonstranten, Provokateuren und Polizisten an die Organisatoren des 19. Februar weitergegeben hat. "Die Gefahr entsteht dann, wenn sich nach dem offiziellen Ende kleine, anonyme Gruppen bilden." Doch auch während der Kundgebung kann es zu überschwappenden Emotionen kommen. "Sobald man Augenkontakt mit dem Aggressor hat, wirkt das bereits deeskalierend", erklärt Egit. "Schwierig ist das bei denjenigen, die in den hinteren Reihen stehen und deshalb die Polizisten, auf die sie mit Steinen werfen, nicht sehen. In der Menge sind sie wieder anonym."

Doch nicht nur die Ordner, die am 19. Februar von den Organisatoren eingesetzt werden, können Ausschreitungen vermeiden. Die direkte Umgebung eines allzu Aufgebrachten kann ihn durch Berühren und Ansprechen wieder beruhigen. "Ein


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