Und schuld ist Kreisky ...

ÖVP Mit Verschwörungstheorien und Lektionen in österreichischer Geschichte versucht die ÖVP ihren Ausschluss aus der Europäischen Volkspartei zu verhindern. Im Verein mit der deutschen CDU dürfte ihr dies gelingen.

Politik | PATRIK VOLF/Brüssel | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Ein Hauch von Waldheim wehte durch das Europäische Parlament in Brüssel. Alois Mock hatte eben die Stimme vor den versammelten 190 Delegierten der Europäischen Volkspartei (EVP) erhoben, um bei seinen christdemokratischen Kollegen die "Fehlinformationen über Österreich" aufzuklären. Und die sehen so aus: Erstens, es war Bruno Kreisky, der sich vom SS-Offizier Friedrich Peter und dessen FPÖ zum Bundeskanzler machen ließ. Zweitens, die FPÖ war schon einmal in einer Regierung, und zwar mit der SPÖ. Drittens, all das habe der portugiesische Premierminister Guterres verschwiegen, damit die "europäische Öffentlichkeit getäuscht" wird. Es wird, so Mock, "in den nächsten Tagen zu klären sein, warum".

Da war sie wieder, die "Kampain". Mit Verschwörung, Dolchstoß und allem, was dazugehört. Dass die Koalition der SPÖ mit der FPÖ 1986 von Franz Vranitzky aufgekündigt wurde, weil Jörg Haider ihr Chef wurde, hatte Mock wohlweislich verschwiegen. Schließlich brauchte es scharfe Geschütze


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