KAMPF UM WIEN: "Keine Panik, Genossen"

G.J. | Politik | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

So lieb war Johannes Prochaska zu den Sozialdemokraten schon lange nicht gewesen. "Keine Panik Genossen", munterte unlängst der als "Sozialistenfresser" verschrieene ÖVP-Klubobmann im Rathaus die rote Fraktion auf. Die rot-schwarze Koalition in Wien arbeite nämlich "ganz hervorragend".

Die zärtliche Umarmung verwundert nicht. Schließlich will die ÖVP auch nach den für den Herbst 2001 angesetzten Gemeinderatswahlen in der Regierung sitzen. Doch dort wollen auch andere hin. Die Grünen unterbreiten der SPÖ bereits ein Angebot (siehe Interview). Die Freiheitlichen reden schon seit Jahren von einem blauen Bürgermeister, haben aber mangels Koalitionspartner nur geringe Chancen. Und auch Liberalen-Chefin Gabriele Hecht hofft auf eine "Schlüsselposition" für ihre Partei in einer Regierung - sei es mit Rot-Schwarz oder Rot-Grün.

Die beste Ausgangsposition haben die Grünen (bisher 7,98 Prozent). "Jedes Ergebnis unter zehn Prozent wäre eine Enttäuschung", meint der Meinungsforscher Christoph

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