WIENZEUG Kanzler Wolfgang Suselj? Eigentlich war es ja gut gemeint.

Politik | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) versprach vergangene Woche in seiner Regierungserklärung, um "sachgerechte Lösungen in den Fragen aller im Zuge des Zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit gezwungenen Personen, der österreichischen Kriegsgefangenen sowie der infolge der Benesch-Dekrete (...) nach Österreich vertriebenen deutschsprachigen Bevölkerung bemüht zu sein". Kaum hatte Schüssel seine Absicht verkündet, erntete er heftigen Protest. Zunächst protestierte die Historikerkommission: "Eine Gleichsetzung - insbesondere in entschädigungspolitischen Fragen - von NS-Opfern mit österreichischen Kriegsgefangenen oder Vertriebenen ist (...) unzulässig und mit der Gefahr einer Hinhaltung der von Österreich zu entschädigenden Opfer verbunden." Dann stieß dem grünen Nationalratsabgeordneten Peter Pilz ein weiteres Detail sauer auf. Die üblicherweise von deutschnationalen Verbänden verwendete "Eindeutschung" des Namens des tschechischen Präsidenten Benes als "Benesch" in der


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