Verdi im Triumph

VOLKSOPER Die Neuproduktion von Verdis letztem Meisterwerk "Falstaff" ist das aufregendste Musiktheater, das es zur Zeit in Wien zu sehen und hören gibt.

Kultur | JÜRG STENZL | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Es gibt nur einen Weg, besser als mit dem ,Otello' zu enden. Nachdem Sie alle Schmerzensrufe und Klagen des menschlichen Herzens ertönen ließen, mit einem mächtigen Ausbruch der Heiterkeit enden!" Das schrieb der vorzügliche Librettist Arrigo Boito 1889 dem 76-jährigen Giuseppe Verdi. Vier Jahre später lag sie vor: Verdis und Boitos commedia lirica "Falstaff", die wunderbarste und geistreichste musikalische Komödie, die wir kennen.

Zu einem Publikumsrenner konnte "Falstaff" gerade deshalb nie werden: keine großen Arien, nichts Plakatives, sondern ein Werk von höchstem Kunstverstand, witzig und hintergründig, mit einer Musik, die der altersweise Komponist unmittelbar zu einem Gesten- und Klangtheater von äußerster Präzision und hinreißender Direktheit gestaltet hat. Mit Star-Theater ist dieser Partitur allerdings nicht beizukommen.

Dominique Menthas Volksoper hat in dem jungen Schweden Staffan Valdemar Holm und seiner dänischen Ausstatterin Bente Lykke M¿ller ein Leitungsteam


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