Strindberg von hinten

THEATER Die Schrecken des Eises und der Finsternis: Martin Kusej inszeniert Strindbergs "Gespenstersonate" in Klagenfurt.

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Als Martin Kusej zum ersten Mal in Klagenfurt inszenierte, war die Welt noch in Ordnung. In Österreich und Kärnten regierten SPÖ und ÖVP, und im Stadttheater knallten schon nach wenigen Minuten die Türen. Sieben Jahre nach dem mittlerweile legendären "Kabale und Liebe"-Skandal ist alles anders. In Kärnten (und inoffiziell auch in Österreich) ist Haider an der Macht, und Martin Kusejs Inszenierung der "Gespenstersonate" von Strindberg geht im Klagenfurter Stadttheater ohne Proteste über die Bühne.

Dabei ist diese "Gespenstersonate" (eine Koproduktion mit dem Hamburger Thalia Theater) zwar die bessere Inszenierung als "Kabale und Liebe" - keineswegs aber die leichter konsumierbare. Der Regisseur Kusej hat sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt und scheint momentan, wie man bei Sportlern sagt, "in der Form seines Lebens" zu sein. An seinem Weltbild aber hat sich nichts Grundsätzliches verändert: Es ist immer noch stockfinster. Der Unterschied ist nur, dass Kusejdiesmal sogar

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