Das Ende der Party

MUSIK Bryan Ferry, der alternde Rockdandy und ehemalige Chef von Roxy Music, kommt als Interpret schmissiger Thirties-Standards nach Wien.

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Eine Anekdote, erzählt von Bryan Ferrys ehemaligem persönlichem Agenten bei der Plattenfirma: Ferry sollte auf ein paar Tage zu Promotion-Terminen nach Japan geschickt werden, selbstverständlichinklusive First-Class-Flug und den besten Hotels. Doch damit war der anspruchsvolle Bonvivant bei weitem nicht zufrieden. Wenn er sich schon als Werbeartikel der schnöden Industrie auf den langen Weg nach Fernost machte, dann wollte er dafür zumindest einen nagelneuen Seidenanzug von Oswald Boateng aus der Londoner Saville Row haben - natürlich auf Kosten der Firma. Schließlich sollte er der japanischen Presse gegenüber doch was darstellen.

An dieser Stelle habe er einmal kurz auf den Tisch hauen müssen, erzählt sein Ex-Agent: "Bryan", habe er gesagt, "ich bin sicher, in deinem Kleiderschrank lässt sich noch was Passendes finden." Seitdem habe Ferry ihm gegenüber nie wieder irgendwelche Mätzchen gemacht, man müsse ihn eben manchmal etwas rauer anfassen, damit er's kapiert. Sollte diese


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