Zu weit bis nach Italien

FILM Anthony Minghellas Neuverfilmung von Patricia Highsmiths Roman "The Talented Mr. Ripley" sieht älter aus als ihr Vorläufer.

Kultur | ISABELLA REICHER | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Früher sahen junge Leute manchmal alt aus: Maurice Ronet, Alain Delon und Marie Laforet (und in einem Miniauftritt Romy Schneider) spielten 1960 in "Nur die Sonne war Zeuge" ("Plein soleil") von Rene Clement junge US-amerikanische Müßiggänger in Italien, die in gefährlicher Abhängigkeit zueinander stehen. Wer den Film je gesehen hat, wird das böse Ende wohl noch erinnern.

Jedenfalls verhalf er dem 25-jährigen Delon zum Durchbruch. "Nur die Sonne war Zeuge" wirkt zwar, verglichen mit seinen Zeitgenossen, den ersten Arbeiten des jungen französischen Autorenkinos, eher konventionell. Dennoch enthält er auch den bösen Unterton, die zwingend verhängnisvollen Konstellationen und großbürgerlichen Milieus, die für die Kollaborationen seines Drehbuchautors Paul Gegauff mit Claude Chabrol ("Das Biest muss sterben" u.a.) charakteristisch sind.

Nun ist "The Talented Mr. Ripley", der Roman von Patricia Highsmith aus dem Jahr 1955, auf dem dieser Film basiert, neu verfilmt worden: die Geschichte


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