Amtsweg im Untergrund

TUNNEL Nicht erst in jüngster Vergangenheit gelangen Politiker unterirdisch zum Amtssitz des Bundespräsidenten. Die Hofburg ist unterkellert - genauso wie der gesamte erste Bezirk.

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Als Anfang Februar Tausende auf den Ballhausplatz kamen, um gegen Schwarz-Blau zu demonstrieren, spazierten Wolfgang Schüssel und Co. genau ein Stockwerk tiefer, ungesehen und unbehelligt von den Demonstranten, zum Amtssitz von Bundespräsident Thomas Klestil - für viele eine äußerst symbolträchtige Angelegenheit. Doch was so spektakulär und geheimnisvoll klingt, ist im Prinzip nur ein stinknormaler Verbindungsgang zwischen verschiedenen Amtsgebäuden, unterirdisch und ohne Tageslicht.

Immer wieder tauchen Gerüchte über geheime Verbindungen zwischen den ersten Adressen des Staates auf. Tapetentüren, die zu Fluchtwegen oder Verstecken führen, regen die Fantasie an. Von geheimnisvollen Tunnels zwischen Parteizentralen, Parlament und Präsidentensitz ist die Rede. Geheim ist der Tunnel, den die neue Regierung als Weg zur Angelobung wählte, zwar keineswegs. Nichtsdestotrotz herrscht in dem Gang zwischen Bundeskanzleramt und Hofburg höchste Sicherheitsstufe. Nicht jeder darf hinein,


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