PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Diskriminierungskunde

Als Jesus wieder nach Kafarnaum kam, brachten sie einen Gelähmten zu ihm, der von vier Männern getragen wurde. (...) Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden werden dir vergeben. (...) Der Mann stand sofort auf, nahm seine Bahre und ging vor aller Augen ... Mk 2,1-12 (Evangelium am 7. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr B)

Stadtleben | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Es ist nicht vorstellbar - in keiner noch so unvorstellbaren Dimension -, dass jemand dem Doctor Haider in seiner Wesensmitte diametraler weste als mein Testamentsvollstrecker und Doppeldoctor Reichensperger! Und trotzdem hat dieser mein über alles geliebter Dr. Reichensperger im Standard, gestern Samstag, 5. Februar Nullundnullzig, dieser Doppelnull von einem Jahr, diskriminiert. Wegen der Burgtheaterinszenierung der "Zofen" lobte er in seinem - wie immer - lesbaren1 Text den alten, aber leider toten Genet. Und Loben ist ein Luder. Nicht nur, dass es auch bloß ein Urteilen ist, verleitet es zum Loberausch. Genet nun berichtete uns, so Reichensperger, lesbar darüber, wie es ihn berauscht, Räubern, Dieben, Mördern und Ähnlichen zuzusehen, wie sie es werden, wie sie in ihrer Funktion wachsen, aufblühen und sich in ihr vervollkommnen. Und zwar, Dr. Haider, durch einen kleinen Zuspruch: "Du Dieb", sagten sie, und er ward es, Dr. Haider! Und dafür weihe ich alle Altäre um, die je waren,


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