StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

"Klischees wie Kaisergruft oder Hofburg schlagen zwar alles", sagt Johann Szegö, "aber Wien endet nicht 1918, Stadt bedeutet kontinuierliche Entwicklung." Der gebürtige Ungar ist Präsident des Vienna Guide Service und seit 33 Jahren Fremdenführer. Neben den klassischen Hot-Spots zeigt Szegö Interessierten auch gern den ganz neuen Teil der Stadt, jenseits der Donau. Knapp 500 Fremdenführer gibt es in Wien, die Hälfte davon ist im Verein organisiert. Ein Guide trifft pro Saison über 10.000 Gäste aus der ganzen Welt. "Gruppentouristen haben kaum die Möglichkeit, neben dem Land auch die Menschen kennenzulernen", so Szegö. "Wir verstehen uns als Botschafter des Landes. Wir prägen das Wien-Bild der Besucher." Anlässlich des Welttags der Fremdenführer am 21.2. bietet der Vienna Guide Service Gratis-Führungen an, unter anderem durch das KunstHaus (10-17 Uhr). Es gibt Führungen für Blinde oder eine "Flüchtlingsführung". "Integration heißt auch, dass Flüchtlinge die Möglichkeit haben, ihre neue Heimat kennen zu lernen."C.W.


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