TIER DER WOCHE: Hundewetter


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 07/00 vom 16.02.2000

Wenn es um Tiere geht, stellt man in China für gewöhnlich zwei Fragen: "Can bite or not?" und "Can eat or not?" "Chinesen essen alles, was vier Beine hat, bis auf Tische (...) und was Federn hat, bis auf den Mob", stand unlängst in der Tageszeitung Der Standard zu lesen. Das ist nicht ganz unrichtig, nur vergisst man dabei aus europäischer Sicht, dass in den Entwicklungs- und Schwellenländern Asiens durch den Mangel an jagdbarem Wild und dem Fehlen einer Molkereiwirtschaft die Menschen dort oft nur unzureichend mit Protein versorgt sind. Wir verfügen über eine große Zahl alternativer Fleischquellen und können es uns daher leicht leisten, auf das sonntägliche Hundeschnitzel zu verzichten.

Jetzt im Winter ist in China das kalorienreiche Hundefleisch besonders begehrt und wird in den Garküchen als Duftfleisch angeboten. Mit Schaudern erzählen sich deswegen Europäer gerne die verschiedensten urbanen Mythen wie zum Beispiel jene vom englischen Botschafter in Peking: Auf einem Neujahrsempfang

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