Europas Grenzgänge

KOMMENTAR. Jörg Haider zeigt der EU, dass ihre Grenzen in ihrem Inneren verlaufen.

Vorwort | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Patrik Volf

Europa, im Februar 2000. Der Präsident der europäischen Kommission spricht in Wilna. Zur selben Zeit tritt in Straßburg der tschechische Präsident hinter die Mikrofone. Ein eigenartiges Duo. Der italienische Sozialist Romano Prodi wettert auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR gegen das Prinzip der Nichteinmischung, während der tschechische Bürgerrechtler Vaclav Havel "euroamerikanische Werte" beschwört. In was für einem Europa leben wir eigentlich? Eine Frage, die sich Havel selbst stellte. Doch seine Rede ging unter im allgemeinen Boykotttaumel gegen den ersten Paria Europas: Österreich. Zu Unrecht. Denn er brachte das Dilemma der Europäischen Union mit einem Satz auf den Punkt: Europa müsse sich abgrenzen, sich aber auch über sich selbst im Klaren sein.

Der Abgrenzung ist in den letzten Tagen Genüge getan worden. 14 Staaten haben gegen einen der Ihren eine Linie in den Sand gezogen und dabei nicht nur Österreich, sondern sich selbst zu verstehen gegeben: Bis hierher

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