Der blaue Kamerad

SCHIMANEK-AFFÄRE. FPÖ-Mitarbeiter Rene Schimanek, vor kurzem noch Sprecher von Justizminister Krüger, ist einst mit der "Kameradschaft Langenlois" durchs Gebüsch gerobbt. Die FPÖ war bereits 1998 gewarnt.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Michael Krüger war erbost: "Ich finde es schäbig, dass man mit Rene Schimanek, der nicht vorbestraft ist, ein Spiel treibt und versucht, ihn mit Küssel in Verbindung zu bringen", vertraute der Justizminister dem Magazin News an. "Schäbig." Damit meinte der Minister das Verhalten des Falter, dem er nach dem Ministerrat eine Klage wegen Kreditschädigung androhte.

Die Vorgeschichte: Der Falter (6/00) hatte Rene Schimanek tatsächlich in die Nähe Gottfried Küssels gerückt. Schimanek, der noch vor drei Wochen im FPÖ-Klub als "Sprecher und persönlicher Mitarbeiter" Michael Krügers vorgestellt wurde und Interviews mit dem Minister koordinierte, hatte zusammen mit seinem nach dem NS-Verbotsgesetz vorbestraften Bruder Hans Jörg und VAPO-Chef Küssel in den Achtzigerjahren demonstriert. Ein Foto zeigt die drei mit Schlagstock und Kampfstiefel. Nachdem der Falter über die dubiose Vergangenheit des Krüger-Mitarbeiters berichtet hatte, war dieser plötzlich nur mehr "eine Vertretung für


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