Austria: twelve points

DEMO-ÖKONOMIE. 1,5 Millionen Schilling hat die Veranstalter die Großdemonstration gekostet. Wenig im Vergleich zu dem, was die Versammlung am Heldenplatz gebracht hat - nicht nur gesellschaftlich, auch ökonomisch.

Politik | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Wenn jeder der 250.000 Teilnehmer vergangenen Samstag fürs Demonstrieren tatsächlich "zwischen 1500 und 1800 Schilling" kassiert hätte, wie Jörg Haider in News vermutete, hätten die Veranstalter SOS Mitmensch und Demokratische Offensive rund 360 Millionen Schilling an Gagen ausbezahlen müssen. Da aber alle doch gratis da waren, hat die Demonstration gegen die blau-schwarze Regierung insgesamt auch weniger gekostet. Viel weniger. Mit rund 1,5 Millionen Schilling beziffert SOS-Mitmensch-Geschäftsführer Edgar Gögele die Kosten der Veranstaltung. Flyer und Aufkleber wurden gedruckt, Bühnen und Soundanlagen errichtet, die Teilnehmer versichert: Eine Großdemonstration ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor.

Nicht nur gesellschaftlich betrachtet, auch für die Volkswirtschaft war das Treffen der Viertelmillion ein großer Erfolg. Gruppen aus den Bundesländern charterten Reisebusse, die ÖBB setzten zwei Sonderzüge nach Wien ein. "Um etwa ein Drittel mehr Fahrgäste als an einem normalen


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