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Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Der Propagandaingenieur kochte vor Wut. Besonders heiße Flammen unter dem dünnen Kessel seiner Emotionen loderten in der "ZIB 2", wo "einige Ideologen ... aus tiefstem persönlichem Frust solche Stückerl drehen". Dort sei eine "Verlautbarungsstelle für links", empörte sich Peter Westenthaler fast wortgleich in profil und Format, "eine Kampfstelle gegen die neue Regierung. Da wird in fast jedem Bericht manipuliert." Eine Verschnaufpause für Westenthaler mag der ORF Sonntagvormittag nach der großen Demonstration vorgesehen haben: Unter der Leitung von Chefdeeskalationsexperten Prof. Paul Lendvai diskutierte eine karätige internationale Journalistenrunde eine mögliche Destabilisierung im "Herzen Europas". So richtig auf 180 kam der FPÖ-Klubobmann dafür wieder während der sonntagabendlichen Diskussionsrunde "Zur Sache" mit Red Fred Gusenbauer: Ein Westenthaler-Telefonat jagte das andere, Diskussionsleiterin Margit Czöppan fand sich in die Rolle eines Regierungslautsprechers gedrängt. Ein Gebot der Sendung lautet nämlich: "Richtigstellungen" des politischen Gegners müssen live verlautbart werden.


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