"Schwer geschockt"

WISSENSCHAFTSBOYKOTT. Von der österreichischen Wissenschaftspolitik über internationale Forschungsprojekte bis hin zu universitären Austauschprogrammen sind bereits erste Auswirkungen der neuen Haltung gegenüber Österreich spürbar geworden. Fliegt das Land aus der Scientific Community?

Klaus Taschwer | Kultur | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Bruno Latour ist, wie er sagt, "schwer geschockt". Und zwar weniger von der politischen Situation in Österreich, als vielmehr davon, wie man in Frankreich darauf reagiert. Vorletzten Sonntag erst hatte der französische Forschungsminister Claude Allegre in einem Fernsehinterview erklärt, dass man alle bilateralen wissenschaftlichen Projekte zwischen Frankreich und Österreich einfrieren werde. Latour, international angesehener Wissenschaftssoziologe, der an der Ecole des Mines in Paris und an der London School of Economics lehrt, hält dagegen alle Boykottmaßnahmen gegen die österreichische Forschung für völlig verfehlt und für politisch kontraproduktiv - "so wie all jene moralisierenden Aktionen, die man bis jetzt in Frankreich gegen Le Pen unternahm".

Wie stark sind Österreichs Universitäten und die heimischen Forscher nun tatsächlich von möglichen Boykotten betroffen? Wird die Wissenschaft, eine der traditionellen Vorreiterinnen für Internationalisierung und Völkerverständigung,

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