Urlaub bei Freunden

FILM. "Kikujiros Sommer", das neueste Werk des japanischen Multifunktionärs Takeshi Kitano, kommt zwar zur falschen Jahreszeit, aber durchaus nicht ungelegen.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Dabadaba dam daraaa, daba daba dam daram daram, dabadaba dam daraaa ... kleine Buben rennen durch die Stadt, begleitet von leichter Musik und gleichsam gesehen mit den Augen eines unsichtbaren Betrachters, der dieser Aktivität, diesem ungestümen, sinnlosen Energieverbrennen viel abgewinnen kann. Kleine Läufer, die ein wenig mit den Armen rudern und manchmal noch leicht zu stolpern scheinen, auf erzwungenen Umwegen. Matsuo (Yusuke Sekiguchi), der stoische Schuljunge, der im Mittelpunkt des Filmes steht, hat Sommerferien. Sein Vater ist tot, seine Mutter lebt anderswo, und so fährt niemand mit Matsuo auf Urlaub. Der Fußballverein macht Pause, die Oma muss arbeiten, und die Tage drohen lang und länger zu werden. Also beschließt Matsuo, seine Mutter zu suchen.

"Kikujiros Sommer" erinnert nicht nur wegen seines Titels an "Das ruhigste Meer dieses Sommers" ("A Scene at the Sea", 1991). In beiden entfernt sich Kitano vom Yakuza-Milieu und wendet sich jugendlichen bzw. kindlichen Protagonisten


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