Der Eiertanz

TANZ. T junction, die Wiener Weiterbildungsorganisation für zeitgenössischen Tanz, will wegen chronischer Unterdotierung Ende Februar den Betrieb einstellen.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Die einzige Wiener Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz, die auch den neuesten Tendenzen dieser Kunstform offen steht, heißt mit vollem Namen T junction Gegenwartstanz. Über bildende Kunst, Musik, Theater, Film und Literatur erfährt man schon in der Schule wenigstens ein bisschen. Über Tanz wird geschwiegen. Es gibt auch kaum einschlägige Literatur, ein Werk zu den wichtigen Tendenzen der Neunzigerjahre fehlt überhaupt. Wer sich mit dieser Materie also wirklich auseinander setzen will, braucht den direkten Kontakt zu ihren Erzeugern.

T junction stellt seit 1991 solche Kontakte her - und kämpft, bei permanenter Unterdotierung, ums Überleben. Nach einem personellen und programmatischen Relaunch vor zwei Jahren und dem Verlust der eigenen Räumlichkeiten im Museumsquartier steht T junction nun vor dem Ende. Dabei ist das leitende Trio, Simonetta Ferfoglia (Gang Art) und die Geschäftsführerinnen Martina Hochmuth und Brigitte Weich, knapp daran, etwas zu schaffen, das die


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