Manche mögens monochrom

MUSIK. Der heute in Dänemark lebende Trompeter und Komponist Michael Mantler besuchte seine Geburtsstadt Wien und sprach mit dem "Falter" über seine Karriere, die ihn vom Free Jazz zu seiner ersten Sinfonie führte.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Schwarz. Weiß. Eventuell auch Grau. Silbergrau. Michael Mantler mags monochrom. Die Covers seiner Platten kommen in der Regel mit Schrift auf kargen Farbflächen aus, manchmal findet eine Schwarz-Weiß-Aufnahme Verwendung. Und die Fotos von Mantler, die über die Jahrzehnte veröffentlicht wurden, belegen seine unerschütterliche Vorliebe für schwarze Rundausschnitt-T-Shirts. Ein solches trägt er auch anlässlich des Kurzbesuchs in seiner Geburtsstadt.

Der Mann hat einen beruhigenden Sinn für Kontinuität. Auch musikalisch. Die vorläufigen Eckpunkte seines veröffentlichten Schaffens werden von zwei silbergrauen Alben markiert, den großorchestralen Free-Jazz-Attacken des Jazz Composer's Orchestra von 1968 und dem soeben veröffentlichten "Songs and One Symphony" - einem "konventionellen, sinfonischen Werk", wie Mantler anmerkt. Die Unterschiede zwischen beiden betrachtet der Komponist und Trompeter freilich als eher gering: "Die Grundlage meiner Musik ist immer dieselbe. Es dreht sich


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