Alles oder nichts

MUSIK. Das Erste Wiener Heimorgel Orchester lässt mit dynamischer Inkompetenz Kindheitserinnerungen an den Klang von Casio und Bontempi aufleben.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 08/00 vom 23.02.2000

Eine Heimorgel ist ein elektronisches Musikinstrument, das nicht mehr als 1000 ATS kosten darf und dessen Größe 853 mm Länge, 89 mm Höhe und 287 mm Tiefe nicht überschreitet. Das Gewicht ist egal. Eine gute Heimorgel kann alles." So steht es geschrieben am Innencover der CD "Die Affen" des Ersten Wiener Heimorgel Orchesters (EWHO).

Heimorgeln, damit verbindet man üblicherweise die Kindheit und das Spielen mit Geräten der Marken Casio oder Bontempi. Heimorgeln ahmen einerseits "echte" Instrumente nach, auf der anderen Seite bieten sie eine Auswahl an sphärischen oder aggressiveren Synthesizersounds. Im ersten Fall soll der Klang dem des Originals möglichst ähnlich, im zweiten schlicht möglichst "geil" sein. Tatsächlich scheitern Heimorgeln in beiden Fällen meist kläglich, eine Heimorgel kann alles - und nichts. Dieses Scheitern der Geräte als Qualität für sich zu begreifen, führt bisweilen aber auch zu einer gewissen Faszination. So geschehen bei den vier Mitgliedern von


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