Museumsquartier: Auftrag an Ortner

Politik | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Es passiert nicht allzu häufig, dass in Sachen Museumsquartier endgültige Entscheidungen gefällt werden. Umso zufriedener waren Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und sein Vize Bernhard Görg (ÖVP), dass sie am Dienstag einen weiteren Baustein zu "Europas größter Kulturbaustelle" präsentieren konnten: Der als Bindeglied zum Kunst- und Naturhistorischen Museum wichtige Vorplatz zum "Muqua" wird nach den Plänen des Architekten Laurids Ortner gestaltet werden. "In einer verfeinerten Variante", wie Vizebürgermeister Görg sagt. Bestechen soll die Neugestaltung vor allem durch ihre Sparsamkeit. "Der Blick auf das Gebäude soll frei bleiben", unterstreicht Görg, zumal künftig auch vor dem Kulturzentrum verschiedenste Events stattfinden sollen. Die Oberfläche vor dem Mittelteil des Fischer-Erlach-Baus wird deshalb bewusst neutral gehalten, in Richtung Volkstheater ist ein großzügiger Grünbereich, gegen die Mariahilfer Straße ein Platzteil für multifunktionale Nutzungen vorgesehen. Zwei zehn Meter hohe Leuchtobelisken vor dem Haupteingang sollen als "Landmark" auf das Muqua aufmerksam machen. An den Ecken sind jeweils Bildwände geplant, die über diverse Veranstaltungen informieren werden. Die Kosten für den Platzumbau - geplante Fertigstellung: Mai 2001 - werden auf etwa 80 Millionen Schilling geschätzt.

Die Gestaltung des Bereiches der Babenbergerstraße ist darin noch nicht inkludiert. "Dafür", so Görg, "gibt es zwar Ideen, aber noch keine Zusagen."


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