"Gelebter Stalinismus": Christian Köck über ...

Politik | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

... das Frauenvolksbegehren "Forderungen, wie ,15.000 Schilling Mindestlohn' sind nicht zu erfüllen. Wer soll das zahlen? Die Frauenpolitik wird aber ein fixer Bestandteil unseres Angebots bleiben. Jede Frau soll selbst entscheiden, wie sie leben möchte, ob mit Beruf oder ohne, ob mit Kindern oder ohne. Es ist nicht liberal zu sagen, eine Lebensform ist besser als die andere."

... die Gewerkschaft "Der zentralistische ÖGB agiert wie in den Siebzigerjahren, nicht immer zum Vorteil der Arbeitnehmer. Das Ende der Monopolgewerkschaft würde mehr Freiheit bedeuten. Die Kollektivvertragshoheit könnte auf die betriebliche Ebene verlagert werden. Für Stronachs Modell der Vertrauensleute bin ich aber nicht, denn ich respektiere das Arbeitsrecht."

... den Kruzifixstreit "Ich würde sogar noch weiter gehen als Heide Schmidt. Ich sage: ,Kein öffentlich finanzierter Nagel für ein privates religiöses Symbol.' Aber das ist das Ende des Weges und nicht der Anfang. Darauf werden wir in Zukunft achten."

... die FPÖ "Ich halte es für richtig und gut, dass diese Regierung angelobt wurde. Damit wurde die Demokratie geschützt. Die FPÖ setzt sich über Spielregeln und Kultur hinweg, aber sie ist noch immer eine demokratische Partei. Und wer die anderen beiden großen Parteien erlebt hat, weiß auch, was gelebter Stalinismus bedeuten kann."


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