Back to the eighties?

Donnerstag-Demos Nach den täglichen Aufmärschen gegen Schwarz-Blau wird nun nur noch donnerstags protestiert. Für die kommende Demo trifft die Wiener Polizei besondere Vorkehrungen: Diesen Donnerstag ist auch Opernball

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Wolfgang Schüssels Wunsch ("Die Altlinken und die Internet-Generation sollen sich noch ein letztes Mal austoben") hat sich nicht erfüllt: Zwölftausend Menschen, also zwei- bis dreimal so viele wie bei den täglichen Aufmärschen vor dem 19. Februar, kamen vergangene Woche zur ersten Donnerstags-Demonstration. Trotz miserablen Wetters marschierten sie vom Ballhausplatz drei Stunden lang über den Ring und den Rennweg bis zum Gürtel und retour. Die Veranstalter der Großkundgebung vom 19. Februar, die Demokratische Offensive, hatten am Heldenplatz dazu aufgerufen, auch künftig gegen die schwarz-blaue Regierung auf die Straße zu gehen. Nicht mehr täglich, dafür aber jeden Donnerstag. Die Idee, die Demonstrationen jede Woche an einem bestimmten Tag abzuhalten, ist nicht ganz neu: In der ehemaligen DDR versammelten sich ab dem Frühjahr 89 bis zur "Wende" jeden MontagZehntausende unter dem Motto "Wir sind das Volk" auf den Straßen, um gegen das Regime zu protestieren. Am Anfang nur


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