"Danke, Jörg!"

Kabarett. Lachen gegen rechts: Nach Heldenplatz und Burgtheater hat der Widerstand gegen die neue Regierung nun auch die Kleinkunstlokale erreicht. Kaum zu glauben: Das längst totgesagte politische Kabarett ist wieder da!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Auch Alfons Haider hat den Ernst der Lage erkannt. Der Schauspieler und Entertainer begnügt sich nicht damit, heuer den Opernball zu boykottieren. "Nur Nicht-Hingehen ist mir zu wenig", ließ er profil wissen. Dann die Kampfansage: "Ich mache an dem Abend mein Kabarett."

Spätestens damit ist klar: Die neue Regierung hat nicht nur auf den Straßen und in den Kaffeehäusern, sondern auch auf den Kabarettbühnen eine Protestwelle ausgelöst. Das Kabarett, darüber ist man sich in der Szene weitgehend einig, müsse nun wieder "politischer" werden. Wer gerade ein neues Programm herausbringt, schreibt es noch schnell um; andere bauen in bestehende Programme entsprechende Extempores ein; wieder andere haben sich von den politischen Verhältnissen überhaupt zu einem neuen Programm inspirieren lassen.

Das aktuelle Programm von Andreas Vitasek ("Pscht!") etwa hatte im September, also noch vor der Nationalratswahl, Premiere. Weil das Wahlergebnis ja nicht ganz unerwartet kam, funktionieren die meisten


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