Der Fall Stermann & Grissemann: "Wohlgemerkt als Kunstfigur"

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Natürlich war es nicht gerade ein Musterbeispiel an brillant formuliertem, subtilem Humor, der mit feiner Klinge gegen das Böse in der Welt zu Felde zieht - eine Art von Humor also, wie man sie von Stermann und Grissemann ohnehin nicht erwarten würde. In einem Interview mit dem Rödr@nner, der Zeitung des Steyrer Kulturhauses Röd@, meinte Christoph Grissemann am 28. Oktober 1999: "Ich glaube, man müsste Haider erschießen. Irgendjemand, der nur noch zwei Monate zu leben hat." Und Dirk Stermann ergänzte, die Wähler der FPÖ müsse man "an die Wand stellen oder ausweisen".

Immerhin: Das sollte Humor sein, eben solcher der Marke Stermann und Grissemann. Stattgefunden hat das im Jänner erschienene Interview nämlich direkt im Anschluss an einen Auftritt des Entertainerduos in Steyr, "in einer erhitzten und volltrunkenen Atmosphäre", wie die beiden mittlerweile versicherten; die zitierten Aussagen wollen sie dabei "wohlgemerkt als Kunstfiguren und nicht als Privatpersonen" abgegeben


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