Elf Solisten sollt ihr sein

Fussball-Sachbuch. Wer den modernen Fußball richtig "lesen" will, sollte zuerst das Buch von Christoph Biermann und Ulrich Fuchs lesen.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Mit der Viererkette verhält es sich wie mit der Zivilgesellschaft: Viele fordern sie, aber nur Wenige wissen, was darunter zu verstehen ist. Also: Erstens bedeutet Viererkette, dass vier Verteidiger auf einer Linie spielen; zweitens gibt es auch eine offensivere Variante der Viererkette, in der die Außenspieler sowohl offensiv als auch defensiv agieren; drittens wird die Bedeutung der Viererkette grundsätzlich überschätzt.

Die Debatte um Für und Wider der Viererkette ist nicht zuletzt ein Symptom für die Verunsicherung, die der moderne Fußball unter Fans und Reportern auslöst. Es wird immer schwieriger, eine Mannschaft einem bestimmten "System" zuzuordnen. Umso verdienstvoller ist der Versuch, den die deutschen Journalisten Christoph Biermann (Süddeutsche Zeitung) und Ulrich Fuchs (Fachblatt Hattrick) in einem sehr fachkundigen, aber dennoch einfach zu lesenden Paperback unternommen haben. Unter dem programmatischen Titel "Der Ball ist rund, damit das Spiel seine Richtung ändern


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