Schön sozial

Shopping. In der Schneiderei Merit gibts Businesswear für Frauen in designtem Ambiente. Und einige Frauen bekommen hier die Chance auf einen Arbeitsplatz.

Julia Ortner | Stadtleben | aus FALTER 09/00 vom 01.03.2000

Parkettböden, blutrotes Holz und Stahl, viel Glas. Die Beleuchtung ist indirekt, die Dekoration spärlich - nur ein paar dezente Seidenblumen entlang des großen Schaufensters. Und in der Mitte des Verkaufsraums eine spiralenförmige weiße Stahl-Plexiglas-Konstruktion. "Unser Geschäft ist das schönste in der Straße", behauptet Gisela Aichholzer, Geschäftsführerin der Schneiderei Merit. "Und das ist für einen sozialökonomischen Betrieb etwas ziemlich Ungewöhnliches."

Ein bisschen trist, einfachst möbliert, mit diesem billigen Secondhand-Touch: So stellt man sich die Räumlichkeiten von sozialökonomischen Projekten gerne vor. Die Schneiderei Merit (eine Beschäftigungsinitiative der Volkshilfe), in der 16 Frauen die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben bekommen, präsentiert sich hingegen in zeitgemäßem Design. Dafür haben zwei junge Architekten, Adam Wehsely-Swiczinsky und Klaus Berghold, gesorgt. Ihr ganzer Stolz ist die Plexiglasskulptur in der Mitte des Verkaufsraums,

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