Dolm der Woche: Georg Eder

Politik | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Verbrennt die Kondome, stampft die Pillen ein, und alles wird gut. Simpel ist die Lösung der Probleme dieser Welt, zumindest für manchen Kirchenfürsten. Zum Beispiel, meint Salzburgs Erzbischof Georg Eder, könne man des "Ausländerproblems" sehr "einfach" Herr werden. Der ganze Stress mit den Zug'rasten sei nämlich nicht auf Ausländerhass ("wird uns angedichtet"), sondern vielmehr auf eine "kinderfeindliche Kultur" zurückzuführen. Wenn die westlichen Länder wieder genügend Kinder hätten, um Bevölkerungszahl, Wirtschaft und Pensionssystem aufrechtzuerhalten, müssten sie gar nicht zu Einwanderungsländern werden. Also zeuget fleißig, fordert Eder, auf dass die Ausländer draußen bleiben können und die kranke Volksgemeinschaft genese: "Der Einwanderungsstrom wird sich regeln, wenn unser Volk und unsere Familien wieder an eigenen Kindern gesunden." Amen.


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