Einer, dessen Wort zählt

Kärnten. Seit seinem Rücktritt als Parteiobmann widmet sich Jörg Haider wieder ganz den Kärntnern. Was hat der Landeshauptmann im vergangenen Jahr überhaupt für sein Bundesland getan?

Politik | Michael Nothnagl | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Er ist zurück auf dem roten Ledersessel. Jörg Haiders Platz im Kärntner Landtag blieb auffällig oft leer im vergangenen Jahr, da mochten seine Parteifreunde noch so sehr seinen Arbeitseifer loben. Jetzt kehrt er zurück in das Land, wo ihm 42 Prozent die Stange halten. Mit gutem Grund, schließlich hat er den Kärntnern vor der Wahl eine Menge versprochen.

Da war zuerst der Kinderscheck, den alle Kärntner Mütter bei ihm einlösen dürfen. Heute sind es genau 69, die ihn tatsächlich bekommen, und das probeweise, auf ein Jahr begrenzt. In einer der beiden Versuchsgemeinden, Feistritz im Gailtal, schwärmt mittlerweile sogar der sozialdemokratische Bürgermeister Josef Wiesflecker von dem Scheck, der seinem Ort seit September 142.000 Schilling im Monat bringt. Er sehe das "eben nicht parteipolitisch". Der Landeshauptmann kann sich über den bekehrten Fürsprecher freuen. SPÖ und ÖVP stehen in Kärnten als Verhinderer da, die den Müttern den Geldsegen nicht gönnen. Dass der Scheck


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