"Ist Österreich sicher?"

Auslandsboykott. Die amerikanische Botschafterin Kathryn Hall über die Xenophobie Jörg Haiders, die Sorgen amerikanischer Touristen und warum sie gerade jetzt Schüleraustauschprogramme fördern will.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Die amerikanische Botschafterin Kathryn Hall hat in ihrer Jugend, in den wilden Sechzigerjahren, gerne und viel demonstriert. Gegen den Vietnam-Krieg und gegen Rassendiskriminierung, "wie jeder meiner Generation". Eine zweite Erfahrung, die sie geprägt hat: Als Schülerin verbrachte sie ein Jahr in einem Schweizer Internat.

Falter: Wie beurteilen Sie Jörg Haiders Rückzug nach Kärnten?

Kathryn Hall: Es ist noch zu früh, das zu beurteilen. Aber wenn sein Rücktritt die Regierung dem Ziel, das in der Präambel zum Programm festgeschrieben ist, näher bringt, dann sehe ich das positiv.

Bill Clinton hat sich kürzlich ähnlich geäußert. Was ist so interessant an Österreich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten die österreichische Innenpolitik kommentiert?

Die Wirkung der politischen Entwicklung in Österreich geht über die Grenzen des Landes hinaus. Was hier passiert, könnte ein Signal für andere weit rechts stehende Parteien in Europa sein.

Spielt die österreichische Geschichte


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