Schüleraustausch: "Ambassador for a week"

Politik | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Die französische Partnerschule in Maisons Lafitte in der Nähe von Paris sagte Mitte Februar den Schüleraustausch mit der AHS Rainergasse in Wien ab. Der Grund: Wegen der politischen Situation konnte man nicht genügend Gastfamilien für die Österreicher finden. Der wallonische Unterrichtsminister hat seinen Schulen jeden Kontakt mit Österreich untersagt. Eine belgische Schule will aber dennoch ihre Zusammenarbeit mit der Goetheschule in Linz fortsetzen.

Bisher sind dem Unterrichtsministerium zehn Fälle bekannt, bei denen das Ausland Schüleraustauschprogramme mit Österreich boykottiert. "Hier wird eine kurzsichtige Politik auf dem Rücken der Schüler betrieben", meint man im Büro von Elisabeth Gehrer besorgt. Zirka 4000 Austauschprogramme liefen aber unbehelligt weiter.

Außerdem schlagen die Amerikaner einen anderen Weg ein als die Europäer: Die Botschaft in Wien lädt Jugendliche, die im Schuljahr 2000/2001 an einer US-Highschool studieren, für eine Woche nach Washington ein. Die "Ambassadors for a Week" besuchen den Kongress, das Pentagon und den Obersten Gerichtshof der USA. Bewerber müssen einen Aufsatz verfassen, das Thema wird Ende März bekannt gegeben. Und bei der Konferenz "Southeast Europe 2000" am 30. Juni und 1. Juli treffen junge Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, den USA und Österreich zusammen.

Genauere Informationen auf der Hompage der amerikanischen Botschaft: www.usembassy-vienna.at.


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