Elektrischer Widerstand

Online-Proteste. Das neu erwachte Politikverständnis manifestiert sich in einer Vielzahl von neuen Websites. Bisweilen bedient man sich auch drastischer Methoden. Die FPÖ bekam das zu spüren.

Medien | Hannes Stieger | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Bereits seit September vorigen Jahres hat die FPÖ-Website einen Doppelgänger: fpo.at. Die Freiheitliche Partei Österreichs ist not amused: Der abgeänderte "Klon" unterscheidet sich vor allem durch Links zu rechtsradikalen Internet-Inhalten. Kurz nach Entdeckung des Plagiats wurden von der FPÖ rechtliche Schritte eingeleitet. "Ein Washingtoner Anwalt ist dabei, dem Provider eine Sperre der Site nahe zu legen", hieß es damals vonseiten der FPÖ.

Fünf Monate sind vergangen, und die Site ist immer noch im Netz. "Unser Provider ließ sich bis jetzt noch nicht einschüchtern. Wir gehen davon aus, dass das Recht auf politische Rede auch in Form von Satire Vorrang hat", so Tequilin, einer der Betreiber, zum Falter. Das internationale Interesse ist gewaltig. "Zumindest vorübergehend avancierten wir zu einer der meistbesuchten Webseiten Österreichs. In Spitzenzeiten wurden eine Million Pageviews am Tag gezählt", so der Tequilin weiter. Die Website sieht der der FPÖ auf den ersten Blick


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