Zensur? Oder nicht?

Briefwechsel. Wurde die Freiheit derWissenschaft im ORF eingeschränkt? Eine kontroverse Korrespondenz zwischen

Medien | Haide Tenner und Ruth Wodak | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

In Falter 8/00 berichtet Ruth Wodak von einem Fall von "ORF-Zensur". Die zuständige Abteilungsleiterin Haide Tenner nimmt hier zu diesem Vorwurf Stellung. Ihr Brief ist stark gekürzt, ebenso wie die Antwort Ruth Wodaks.

Sehr geehrte Frau Dr. Wodak!

Im Zusammenhang mit der Ausstrahlung des Films "Blue Eyed/Blauäugig" schien es uns wichtig, auf den latenten Rassismus in der Alltagssprache aufmerksam zu machen. Ich war froh zu hören, dass Sie zu Gast in der Sendung sein werden, da Ihre Untersuchungen die beste wissenschaftliche Basis dafür bilden. Diese allgemeine Problematik auf Einzelaussagen von Politikern zu reduzieren schien mir aus zwei Gründen nicht angebracht: 1. Gemäß dem Objektivitätsgebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wäre es journalistisch notwendig gewesen, bei Zitaten von aus dem Zusammenhang gerissenen Statements die betroffenen Personen zu einer Stellungnahme dazu zu bitten - was uns von der Verallgemeinerung des Themas auf eine parteipolitische Debatte


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