Hommage an Eric Rohmer: "Nie genügend Verluste gemacht"

John Cook | Kultur | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Wie Fellini, Robert Bresson und ein Dutzend weiterer Filmemacher, die nicht mehr unter uns weilen, hat auch Eric Rohmer sein ganzes Leben darauf verwendet, uns einen Spiegel vorzuhalten und damit ein Stück eigenständiger europäischer Kultur auf der Leinwand lebendig erhalten.

Die Erfolgsgeschichte Rohmers sucht in den Annalen des europäischen Kinos ihresgleichen. Sein Werk stand nie im Zeichen dieser oder jener neuen Mode - sondern darüber. Rohmers feinsinniger Klassizismus hat es davor bewahrt, mit der Zeit lächerlich zu werden. Zudem scheint er niemals in die Versuchung gekommen zu sein, ein kostspieliges "Medienspektakel" aufzuziehen - weshalb keiner seiner Filme je genügend Verluste gemacht hat, als dass irgendwelche Produktionsleute Rohmers Karriere hätten beenden können. Seine Filme, aber auch die Interviews über ihre Entstehung, bieten sich den jungen europäischen Regisseuren regelrecht als "Eric-Rohmer-Schule für angewandtes Filmemachen" an, die zu besuchen ihnen sicher

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