Potemkinsche Geschäfte

Einkaufsstrassen. Gibt es für tote Geschäftsstraßen ein Leben jenseits von Sonnen- und Nagelstudios? Am Hernalser Spitz wurde ein Wiederbelebungsversuch mit Fake-Shops gestartet.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Geht es nach Helmut Mondschein, sieht die "Wohlfühlmeile Hernalser Spitz" folgendermaßen aus: Während der Vierbeiner bei der Pfotenpflege ist, nimmt sein Besitzer ein paar Häuser weiter einen Bio-Imbiss zu sich. Anschließend wird der Vinothek noch ein Besuch abgestattet. Bio-Imbissbude und Hundesalon gibt es zwar noch nicht, die Vinothek wird demnächst eröffnet. Die "Wohlfühlmeile" in Gürtelnähe sieht eher trist aus, doch Helmut Mondschein ist ein Mann mit Visionen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hat der Marketingleiter der "Einkaufsstadt Wien", einer Initiative der Wirtschaftskammer, die Aktion "Visionäre Geschäftstypen" entwickelt. 19 Geschäftskulissen statt leerstehender Lokale sollen zeigen, wie schön das Grätzel sein könnte.

Hernalser Hauptstraße und Jörgerstraße bilden den "Hernalser Spitz", die Straßenzüge liegen direkt neben dem Hernalser Gürtel und - im Sterben. Die wenigen Unternehmer, die es hier noch gibt, kämpfen ums Überleben. Mit den "visionären


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