Tier der Woche: Rauschfreiheit


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 10/00 vom 08.03.2000

Theorien über das Aussterben der Dinosaurier gibt es viele. Zu den originelleren gehört diese: Die Gefäßpflanzen hätten es am Ende der Kreidezeit geschafft, ein Arsenal an so genannten sekundären Inhaltsstoffen wie Harzen, Tanninen oder Giften in ihren Organen anzureichern, um dem Raubbau durch Tiere zu widerstehen. Möglicherweise waren die großen Reptilien nicht imstande, diese Bestandteile als schädlich zu erkennen oder sie zu verwerten, sodass ihnen zunehmend die Nahrungsgrundlage entzogen wurde. Eine Überdosis an Drogen wäre somit bereits vor 135 Millionen Jahren die Ursache für das Massenaussterben gewesen.

Anders lief es bei den moderneren Säugetieren. Diese entwickelten Methoden, um die Gifte zu neutralisieren oder sogar zu ihrem Vorteil und Genuss zu verwenden. Neben zahlreichen Vogelarten und Elefanten, die sich gezielt an vergärendem Obst erfreuen, oder Ziegen, die bevorzugt Blätter des Kaffee- und Khatstrauchs fressen, berauscht sich unsere Hauskatze gerne an der

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