Warten und Hoffen

Gesundheit: Die neue Regierung tritt mit einem Reformkonzept für das Gesundheitssystem an, das weder mutig noch erfolgversprechend ist.

Christian Köck | Vorwort | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Der Krisengipfel vergangene Woche, der Auftrag an einen Arbeitskreis, das Defizit der Krankenkassen, Leserbriefe und Interviews machen deutlich: Das Gesundheitssystem befindet sich in einer Krise. Damit wird öffentlich, was Experten schon seit langem klar ist: Die Reformen der vergangenen Jahre haben am grundsätzlichen Veränderungsbedarf des Systems nichts geändert. Die großen Umbrüche stehen für alle Beteiligten - Patienten und Mitarbeiter - noch aus.

Viele Nationen haben die wesentlichen Reformen schon hinter sich gebracht, während Österreich erst am Anfang steht. In dieser Situation tritt die neue Regierung mit einem Konzept an, das weder als Reform noch als erfolgversprechend bezeichnet werden kann. Durch die angekündigten Maßnahmen werden die meisten Problembereiche nicht einmal im Ansatz berührt.

Die Gesundheitsversorgung zeichnet sich durch extreme Spitalslastigkeit aus. Die Österreicher verbringen zwei- bis dreimal so viele Tage im Krankenhaus wie die Menschen in europäischen

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