"Nächstes Mal was anderes"

FPÖ Hilmar Kabas gibt im "Falter"-Interview eine ungewohnte Rolle: Der Wiener FPÖ-Chef spricht plötzlich vom Sog der Migration statt von Horden von Wirtschaftsflüchtlingen, lobt SOS-Mitmensch-Sprecher Max Koch und verspricht, keine Überfremdungsparolen mehr zu plakatieren.

Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | Politik | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Jeden Mittwoch schlägt Hilmar Kabas den Falter auf, um nach dem Dolm der Woche zu sehen. Hat er ihn nicht davongetragen, war es für ihn "eine verlorene Woche". Normalerweise. Diesmal aber gab sich Hilmar Kabas im Falter-Interview in Ton und Lautstärke etwas konzilianter als sonst. Möglicher Grund: In Wien wird vielleicht heuer noch gewählt. Für den Hero reicht es freilich noch lange nicht: Die Verpackung ist zwar anders, die Inhalte sind aber dieselben geblieben.

Falter: Herr Kabas, werden Sie im nächsten Wahlkampf wieder "Stopp der Überfremdung" plakatieren?

Hilmar Kabas: Wir haben selten dieselben Slogans verwendet. Nur "Wien darf nicht Chicago werden" haben wir wiederholt.

Sie schließen es nicht etwa aus, weil Sie von der heftigen Kritik geläutert wären?

Das war doch nur die links-linke Szene, die dekretiert hat: "Das ist pfui Teufel." Der Chefredakteur der Presse hat in seinem Leitartikel vom 20. November aufgezeigt, was der Brockhaus zu Überfremdung sagt, nämlich etwas ganz

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