Mediensplitter

Medien | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Bericht zur Lage Soeben ist die Ausgabe des Berichts zur Lage des Journalismus in Österreich für das Erhebungsjahr 1999 erschienen. Das Salzburger Institut für Kommunikationswissenschaft und die dort lehrenden Hans Heinz Fabris, Rudolf Renger und Franz Rest haben ihn herausgegeben. Als wichtigste Tendenzen konstatiert der Bericht: zunehmendes deutsches Eigentum an österreichischen Medien, weiteres Verschwimmen der Branchengrenzen zwischen Unterhaltung, Information und Werbung, vorangetrieben im Online-Bereich. Die Herausgeber betrachten den Bericht zu Recht als Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung im österreichischen Journalismus. Die aktuelle wie die Fassung der vorhergehenden Jahre finden Sie unter http://www.sgb.ac.at/ipk/abteilun gen/AaK/lagejour.htm Medienpolitik ÖVP-Mediensprecher Wilhelm Molterer äußerte sich dieser Tage zum ORF. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk solle erhalten bleiben, bei Werbeformen und neuen Geschäftsfeldern müsse er aber "Selbstdisziplin" üben. Die neu zu schaffende Medienbehörde solle neben den bestehenden Organen (Kuratorium und Rundfunkkommission) den öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF überprüfen. Die Rechtsgrundlage für Privat-TV müsse "jedenfalls noch heuer im Parlament geschaffen werden".

Süss und ehrenvoll ist es, im Ausland gelobt zu werden.

Dieser Tage widerfährt das dem "Falter" nicht gerade selten. Selten aber freut das Lob so sehr wie in diesem Fall, wenn es aus dem Inland kommt und im Ausland erscheint. Paul Flora schrieb es der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit", und die druckte es in den Leserbriefen an erster Stelle ab: Man soll nicht so viele Haider-Bilder abdrucken. Vielmehr "sollte ein Bilderverbot eingehalten werden, wie es Armin Thurnher vom Wiener "Falter" (übrigens das intelligenteste Blatt Österreichs) vorgeschlagen hat und seit langem einhält". Wir danken höflich.


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