Ein bisschen mehr Talent!

Film: "Bockerer III", "Marlene" und "The Last Days" nehmen sich der jüngeren Vergangenheit an und scheitern aus unterschiedlichen Gründen, auch wenn sie sich zum Teil als verdächtig zeitgemäß erweisen.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Ein Karl gibt den andern, so wie Merkatz den Bockerer, zum Ersten, zum Zweiten und auch zum Dritten. Einmal mehr kommt ein Stück österreichischer Zeitgeschichte unter den Hammer: nach der Nazi- und der Besatzungszeit nun das Jahr 1956. "Der dokumentarische Hintergrund zu meinem Film", sagt Regisseur Franz Antel, "ist die Haltung Österreichs während der ungarischen Revolution, die ein Zeichen der Menschlichkeit und der Zusammenarbeit über die nationalen Grenzen hinaus war. Diese Haltung und die Hilfsbereitschaft der Österreicher ist bis jetzt viel zu wenig gewürdigt worden, und genau das will ich mit meinem Film tun."

Es ist ihm ernst damit, und also wird der Titelheld in "Der Bockerer III - Die Brücke von Andau" gleich direkt in die Wirren des Ungarnaufstands verstrickt. Sein Enkerl, der Karli, hat sich nämlich in Budapest in ein kleines Ungarmädel verschaut und mit den Worten "I waß zwar net, was auf die Flugblätter steht, aber solangs gegen die Kommunisten is ..." der Protestbewegung


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