Schauspiel aus

Theater: Die Ära von Hans Gratzer als Direktor des Wiener Schauspielhauses neigt sich nach mehr als 20 Jahren dem Ende zu. Zum Abschied will das Theater aber noch einmal durchstarten - als kleines Opernhaus.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Hans Gratzer geht es derzeit nicht so gut. Wie es einem halt so geht, wenn eine Beziehung nach mehr als 20 Jahren zu Ende geht. Gemeint ist das Schauspielhaus in der Porzellangasse, das Gratzer 1978 eröffnet hat und das er - mit einer Pause von 1986 bis 1991 - bis heute leitet. Gut, die Beziehung war schon öfter in der Krise, aber bisher hatten sie es immer wieder geschafft, sich zusammenzuraufen und noch einmal ganz neu anzufangen.

Diesmal scheint es wirklich ernst zu sein. Der jüngste Neuanfang, den das Schauspielhaus im vergangenen Herbst unternommen hat, war so spektakulär erfolglos, dass Gratzer sich schweren Herzens durchgerungen hat, ein Ende zu machen. Am Freitag vergangener Woche lud er zu einer Pressekonferenz, um seinen "Abschied" anzukündigen und Bilanz über die vergangenen Monate zu ziehen: "Das Schauspielhaus war unten angekommen, zerbrochen. Ich war am Ende." Dann kündigte er an, dass das Schauspielhaus in der nächsten Spielzeit auf Musiktheater umstellen werde. Gemeinsam


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