Einmal vollessen, bitte

Neues Lokal: In Wien etablieren sich zurzeit zwei Beisln namens "Diskont-Wirtshaus". Antwort auf Sozialabbau, neue Kategorie oder hohle Worte?

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Das Logo scheint so karg, so gelb-schwarz, man hat überhaupt kein Problem damit, sich das "Diskont-Wirtshaus" vorzustellen: ein Platz, wo unter Vermeidung von unnötiger Gemütlichkeit Nahrung in En-gros-Mengen zum günstigen Kilopreis verabreicht wird. Trifft die Sache aber nicht auf den Punkt. Denn tatsächlich, bekennt Betreiber Wolfgang Wimmer, wäre es so gelaufen, dass der Pächter seines "Krügel"-Beisls in der Nußdorfer Straße Verluste eingefahren habe, Wimmer das Heft dann selbst in die Hand nahm und sich überlegte, "die Frequenz über den Preis wieder in die Höhe zu bringen". Und natürlich über einen Namen, der niedrige Preise suggeriert, "obwohl wir nicht billiger sind als das typische Eck-Beisl, in dem die Oma hinterm Herd steht und die Mutter serviert".

Wobei man im zweiten "DiWi-Haus" in der Wiedner Belvederegasse schon noch das eine oder andere Einsparungspotenzial entdecken konnte. Zum Beispiel, indem der Koch das Schnitzel selbst an den Tisch bringt. Oder indem elektrische


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