Weinwerter Preis 147: Muri statt Muru

Stadtleben | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Der Mourvedre zählt zu den supersten Rotweinsorten überhaupt, wird wegen kniffliger Eigenschaften in Weingarten und Keller aber nur selten reinsortig ausgebaut und eher als Verschnittpartner von Grenache und Syrah verwendet. Beim Muri aus der spanischen Power-Region Jumilla sind es immerhin 50 Prozent, noch dazu angeblich wurzelecht (nie von der Reblaus befallen, daher nicht auf amerikanische Stöcke gepfropft), den Rest machen Tempranillo und Merlot. Der Wein strotzt vor Farbe, lässt in der Nase Weichseln erkennen und gibt sich überhaupt am Gaumen körperreich und weichselkonzentriert. Ruppig und ein wenig rustikal freilich auch, aber nicht schlecht.

Preis: öS 86,- Wertung: 3/5 gut Muri Veteres 98, bei Der Gallier, 4., Mayerhofg. 1, Tel. 503 71 50.


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