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Homos: Die HOSI, Österreichs erste Schwulen- und Lesbeninitiative, blickt zurück auf 20 Jahre politischen Aktivismus. Am Samstag wird im Rathaus Geburtstag gefeiert.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Hat wer gesagt, dass Schwule oder Lesben einen besseren Geschmack hätten als Heteros? Eben. Die Einrichtung ist zwar wertvolle Schreinerarbeit nach Maß, schön ist das Birkenfurnier-Ensemble trotzdem nicht. Muss es auch nicht. Schließlich ist in den seltensten Fällen politische Arbeit mit Glamour zu vereinbaren. Viel wichtiger sind Aufklärungsarbeit und die Tatsache, dass Inhalte transportiert werden. Im Falle der "Homosexuellen Initiative" (HOSI) funktioniert das meist ganz gut. Seit 20 Jahren.

Seit Anfang der Achtzigerjahre ist ein unscheinbares Kellerlokal in der Novaragasse im zweiten Bezirk Homebase der Wiener HOSI. Während die Rosalila Villa an der Wienzeile durch Fassadenfarbe, Regenbogenfahnen und - wie zurzeit - politische Transparente lautstark auf sich aufmerksam macht, operieren die HOSI-Macher eher im Off. Zumindest was die Lokalität betrifft. Spektakuläre Auftritte, Lobbying und gut organisierte Öffentlichkeitsarbeit machen die Organisation trotzdem zur treibenden


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