Tier der Woche: Bissigkeiten

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 11/00 vom 15.03.2000

Offensichtlich ist die politische Bühne nicht nur ein Theater, sondern auch ein Zoo. Kleine Tierfreunde wie meinereiner begrüßen natürlich die zunehmend naturnahe Diskursform, obwohl die Botschaften oft ambivalenten Charakter zeigen. So beschwerte sich zum Beispiel Abgeordneter Schlögl über eine Aussage von Landeshauptmann Pröll, der sich über die Notwendigkeiten, blaue oder rote Kröten zu fressen, geäußert hatte. Zielte die Kritik nun auf die mangelhaften naturgeschichtlichen Kenntnisse Prölls? Nur Gelbbauchunken zeigen einen roten Bauch und der Moorfrosch trägt Blau, österreichische Kröten sind stets braungrün. Oder galt die Schelte dem Umstand, dass ein hochrangiger Politiker den Verzehr von unter Naturschutz stehenden Amphibien propagiert? Wir weisen diese Aussage jedenfalls auch auf das Schärfste zurück.

Frau Riess-Passer wiederum wurde jüngst in einem Krone-Interview gefragt, ob sie als Königskobra nach Haiders Flöte tanze. "Ich mag den Ausdruck Königskobra",


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